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Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsbeziehungen werden im Rahmen des DIRESOC-Projekts untersucht, das von Forschungsinstituten in acht Ländern durchgeführt und von der EU gefördert wird. Ziel des Von der Universität Lüttich koordinierten Projekts ist es, innovative Praktiken für sozial verantwortliche Umstrukturierungen zu fördern. Sie konzentriert sich auf vier Branchen; Tourismus, Banken und Versicherungen, Postdienste und Logistik sowie das verarbeitende Gewerbe. Mehrere Länder wurden bereits eingehender untersucht. Die Fähigkeit zum Abschluss von Tarifverträgen kann aber auch durch Gesetze (z.B. Bundesrechenzentrum GmbH – Das Bundesrechenzentrum) festgelegt werden. Mit der SE-Richtlinie wollte der europäische Gesetzgeber jedoch ausdrücklich ein hohes Maß an Arbeitnehmerbeteiligung und schutzweise gegen den Verlust von Mitbestimmungsrechten gewährleisten. Als Präzedenzfall für ganz Europa ist Olympus der erste Fall, in dem ein Gericht entscheiden muss, ob die gesamte Belegschaft in Europa einer mitarbeiterlosen SE Holding zugeordnet werden soll, da sie einen „beherrschenden Einfluss“ auf ihre 30 Tochtergesellschaften ausübt. Obwohl die rechtlichen Details des Falles etwas anders sind, könnte sich das Ergebnis wie das Urteil für die Indus Holding herausstellen, die seit Februar 2019 über einen Aufsichtsrat der vollen Parität verhält (siehe Bericht in EBR News 2/2019). Im April 2019 verschlechterte sich die Situation weiter, als der Arbeitgeber ankündigte, dass er künftig nur noch Plenarsitzungen und keine ausgewählten Ausschusssitzungen mehr finanzieren werde. Die Klageschrift beruft sich daher auch auf die Kosten für Beratungsleistungen sowie für Dolmetscher und Reisen, die in den letzten Monaten entstanden sind, aber noch nicht bezahlt wurden.

Für einen „Standard“-EBR müssen alle Kosten des laufenden Geschäfts von der zentralen Verwaltung getragen werden, da der EBR nicht über ein eigenes Budget verfügt. Der Streit schafft einen rechtlichen Präzedenzfall, den es in der EU in dieser Form bisher noch nicht gegeben hat. Zwei weitere Gerichtsverfahren laufen auch in Deutschland parallel (siehe Bericht EBR News 2/2019). Die Arbeitnehmervertreter werden von der EBR-Akademie beraten. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort – das ist das Grundprinzip der Freizügigkeit von Menschen im Binnenmarkt. Die Entsenderichtlinie soll dies insbesondere gewährleisten (siehe Bericht in den EBR-Nachrichten 4/2017). Obwohl die Schweiz kein EU-Mitgliedstaat ist, beteiligt sie sich dennoch weitgehend am Binnenmarkt und setzt das EU-Recht durch sogenannte „Flankierungsmaßnahmen“ um. Um diese zu beschleunigen und Schlupflöcher zu vermeiden, strebt die EU den Abschluss eines Rahmenabkommens mit der Schweiz an, das auch die Möglichkeit zur Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einschließen würde. Sowohl das Rahmenabkommen als auch die Freizügigkeit sind in der Schweiz kontroverse Themen (siehe Bericht in den EBR News 4/2016). Die Gewerkschaft UNIA führt eine Kampagne zur Aufrechterhaltung des sozialen Fortschritts der EU-Rechtsvorschriften durch und hat eine eigene Website zu diesem Thema entwickelt. Die Gespräche über Änderungen der EBR-Vereinbarung wurden zwischen der zentralen Leitung von Alliance Healthcare und dem begrenzten Ausschuss des Europäischen Betriebsrats während einer Sitzung am 2. und 3.

Oktober 2019 in El Prat de Llobregat (bei Barcelona) aufgenommen. Der EBR ist ein gemischtes Gremium unter dem Vorsitz des Arbeitgebers und unterliegt englischem Recht. Sie wurde 2007 eingeführt und unterliegt daher der neuen EU-Richtlinie. Sie vertritt 17.000 Mitarbeiter in neun Ländern, davon 6.000 im Vereinigten Königreich und 3.600 in Frankreich. Die Arbeitnehmervertreter werden von der EBR-Akademie beraten. Verhandlungstechniken sind eine Schlüsselkompetenz für Betriebsräte in ihrer täglichen Arbeit. Dieses Handbuch, das im August 2019 veröffentlicht wurde, richtet sich an diese Zielgruppe und behandelt verschiedene Aspekte der Verhandlungsführung.